Mika Waltari

Mika Waltari kam 1908 in Helsinki zur Welt. 1926 graduierte er an der Helsingin Suomalainen Normaalilyseo und begann auf Wunsch seiner Mutter ein Studium der Theologie an der Universität Helsinki, wandte sich aber bald den Fächern Literaturwissenschaft und Philosophie zu, in denen er 1929 seinen Abschluss machte.

Danach arbeitete er zunächst als Journalist, Übersetzer und Literaturkritiker. Bereits 1925 veröffentlichte er sein erstes eigenes literarisches Werk. Ab 1938 war er als freier Schriftsteller tätig. Er verfasste Lyrik, Erzählungen (Ein Fremdling kam auf den Hof) und Kriminalromane (Kommissar Palmu). Ab 1957 war er Mitglied der finnischen Akademie. 1970 wurde ihm von der Universität Turku der Ehrendoktortitel verliehen.

Am bekanntesten sind seine historischen Romane, für die er jeweils ein intensives Quellenstudium betrieb.

Waltaris literarischer Stil ist gekennzeichnet durch eine Kombination aus Nüchternheit, Melancholie und subtilem Humor. Für seine Werke bezeichnend ist eine scheinbar einfache, schlichte Sprache, die darauf verzichtet, den Leser mit Ausschmückungen zu beeindrucken, und die gerade dadurch in ihrer Wirkung umso effektiver sein kann. Wiederkehrende Thematik ist die Schicksalhaftigkeit der menschlichen Existenz und die Frage nach religiöser Erkenntnis.

[Quelle: A. Ludden und Wikipedia]