Herr Rath, darf man über Gott und den Teufel lachen?

Warum nicht? Ich glaube, Gott und der Teufel lachen auch oft über uns.

Wie war die Resonanz in Ihrem Umfeld auf „Und Gott sprach: Wir müssen reden?“

Ich habe festgestellt, dass ein großes Bedürfnis nach Spiritualität existiert. Es gibt so einen Wunsch nach Freiheit und Weite im Denken. Viele Leser haben an dem Roman besonders das Spielerische und die Leichtigkeit gemocht.

Jakob Jakobi trifft auf Gott. Würden Sie auch gern einmal Gott begegnen?

Ja, aber nicht so bald. Es reicht mir, Gott am Ende eines langen und glücklichen Lebens gegenüberzutreten. Schön wäre es, wenn er sich freuen würde, mich zu sehen.

Was hat Sie dazu gebracht, über so große Themen wie Glaube und Religion eine Komödie zu schreiben?

Weil ich seit meiner Jugend an solchen Sachen interessiert bin, habe ich Philosophie studiert. Seitdem weiß ich, dass große Themen auch ein großes komödiantisches Potenzial besitzen. Es ist kein Zufall, dass viele berühmte Philosophen Sinn für Humor hatten.

Mögen Sie als Autor Ihre Figuren, zum Beispiel wenn Sie über den Fürsten der Hölle schreiben?

Wie der Titel schon sagt, hat auch der Teufel so seine Probleme. Und in ihren schwachen Momenten mögen wir ja selbst die größten Mistkerle. Aber vielleicht hat der Leibhaftige auch nur ein Imageproblem, wer weiß?