Knochenuhren 100

„Ganz offensichtlich hat David Mitchell noch nichts vom Tod des Romans gehört. Er schreibt mit unbändiger Intensität und Lust an der Sprache, stürzt sich hellwach und voller Leidenschaft in die schwarzen Löcher der Erfahrung. In seinem sechsten Roman treffen Realismus und atmosphärisch dichte Schilderung auf die tollkühne Erzählstruktur eines Wolkenatlas – bis die Grenzen zwischen dem traditionellen England der Pubs und der verborgenen Welt der Untoten verschwimmen.

Es gibt nicht viele Schriftsteller, die sich so überzeugend an die Sprache der Aborigines wagen, die sich vorstellen können, wie die Welt nach der Klimakatastrophe aussieht, und die sich obendrein fragen, ob Wale leiden, wenn ihre Liebe unerwidert bleibt.

Und nur wenigen gelingt es wie Mitchell, den Leser so aufzuwühlen, sowohl was die hinlänglich bekannte, als auch was die phantastische Welt betrifft.“

The New York Times Book Review York