ich bin lukan

Inhalt:
Ein junger Mensch wächst in einer Gesellschaft auf, die zwar keinen Begriff von Sinnlichkeit, dafür aber einen umso intensiveren intersubjektiven Zugang zur Realität hat. Wie sich herausstellt, ist er ein Klon aus einer Welt, in der nur noch Klone - also außerhalb von Liebesakt und Sinnlichkeit entstandenen Menschen - existieren. Wie sich zeigt, ist ihre Welt äußerlich nicht anders als unsere. Die Klongesellschaft betrachtet sie nur anders und setzt andere Schwerpunkte. Sie hält viel von Sinn und weiß eben nichts von Sinnlichkeit. Individualität ist ihr fremd. Die Klone finden ihren Halt in ihrer Gruppe. Das hat auf gewisse Weise wohl auch mit einem anderen Konzept von Familie zu tun - in einer Zeit, in der Familie oft nur noch wenig bedeutet.

Als der junge Mann dann in unsere sinnlich getriebene Welt kommt, macht er nach und nach die Ur-Erfahrung von Sinnlichkeit, vom Kindsein, von Familie und auch von der Liebe, von der er nichts wusste.

Bezug zur Aktualität:
Die Menschen haben in der medialen Welt ihre eigene Sinnlichkeit verloren. Die Sinnlichkeit und die Liebe, die ihnen als Modell aus dem Fernsehen entgegen kommt, bleibt im Grunde unerreichbar und fremd. Die technische Aufrüstung auch mit sozialen Medien macht die Menschen heute auf gewisse Weise zu Klonen ihrer selbst...